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Color Shifter Projekt

Das Color Shifter Projekt beruht auf den Ideen zur Farbtheorie von Robert Delaunay und ist ein Werkzeug zur kontinuierlichen Änderung des visuellen Farbraums, ein unendliches Farbrad. Als praktische Anwendung lassen sich mit dem Logic Color Shifter die Farbraumänderungen von Dot Matrix Holoprints simulieren.

Das Projekt 

Den Ausgangspunkt für die Entwicklung des Logic Color Shifters bilden die Arbeiten von Robert Delaunay (1885-1941), der mit seinen Arbeiten zur Farbtheorie die Bewegung der Farben in den Vordergrund stellte. So schrieb Delaunay 1912 an August Macke in einem Brief:

...Only in this way have I found the laws of complementary and simultaneous contrasts of colors which sustain the very rhythm of my vision. In this movement of colors I find the essence, which does not arise from a system, or an a priori theory....

und weiter

...First of all, I always see the sun! The way I want to identify myself and others is with halos here and there halos, movements of color. And that, I believe, is rhythm. Seeing is in itself a movement. Vision is the true creative rhythm. Discerning the quality of rhythms is a movement, and the essential quality of painting is representation the movement of vision which functions in objectivizing itself toward reality. That is the essential of art, and its greatest profoundness....

Um diese Bewegung oder den Rhythmus, wie Delaunay es nennt, erfahrbar zu machen, haben wir den Logic Color Shifter entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Werkzeug zur konstanten Änderung des visuellen Farbraums, ein unendliches Farbrad, das sich innerhalb des vorgegebenen Bildes dreht. Eine wunderschöne Realisation dieser Idee sind Dot Matrix Holoprints, die ein Bild abhängig vom Betrachter in einer anderen Farbe oder sogar mit einem anderen Inhalt erscheinen lassen. Der Dot Matrix Holoprinter ist eine Entwicklung der Dutch Holographic Laboratory B.V. und beruht auf dem Prinzip der Interferenz von Lichtwellen. Der Ausdruck erfolgt auf einer holographischen Silberhalogenid-Emulsion mittels eines Lasers, der sequenziell Pixel für Pixel belichtet.

Nach der Entwicklung der Emulsion entstehen die Farben eines Pixels durch die Brechung des einfallenden Lichts. Durch eine Änderung des Linienabstands zwischen zwei Pixeln wird Licht in einem unterschiedlichen Winkel gebrochen und sorgt so für eine unterschiedliche Farbe zwischen zwei Pixeln. Darüber hinaus ist die sichtbare Farbe auch vom Winkel des einfallenden Lichtes abhängig und ändert sich daher je nach vertikalem Betrachtungswinkel. Dies sorgt zum einen für atemberaubende Farbeffekte eines Ausdruckes hat aber auf der anderen Seite die Schwierigkeit, das Ergebnis eines Ausdrucks für verschiedene Blickwinkel vorauszusehen. Aus diesem Grund haben wir den Logic Color Shifter entwickelt, der das Ergebnis eines Dot Matrix Holoprinter Ausdrucks unter verschiedenen Blickwinkeln vorab simuliert. Die Simulation des Logic Color Shifters beruht auf der pixelweisen Verschiebung des Lichtspektrums innerhalb eines vorgegebenen Bildes und gibt Ihnen einen Eindruck, wie ein Bild als Dot Matrix Holoprint wirken wird. Darüber hinaus kann Ihnen die Software eine Idee über die Möglichkeiten eines Dot Matrix Holoprinters geben.  Die unglaubliche Farbintensität, Dynamik und Schönheit eines Ausdrucks kann sie jedoch nur sehr begrenzt vermitteln. Daher sollten Sie sich in jedem Fall Dot Matrix Holoprints in Natura ansehen! Einen ersten Eindruck vermittelt die DFG-Fassade in Bonn von Michael Bleyenberg, die aus holographisch-optischen Elementen (Holographic Optical Elements) mit einer Größe 3cm x 5cm je Element besteht. Beispiele für Dot Matrix Holoprints im Internet sind die Arbeiten von Prof. Andreas Henrich und Waldemar Mattis-Teutsch. Weitere Informationen zum Dot Matrix Holoprinter finden Sie auch auf den Web-Seiten der Dutch Holographic Laboratory B.V. und des Holographie Labors der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Ein besonderer Dank geht natürlich an Urs Fries der mit seinen Ideen und nicht zuletzt seinem vorzüglichen Rotwein dieses Projekt erst ermöglicht hat.

Ergebnisse

Nach unserer Überzeugung sollten Forschungsergebnisse für jeden frei zugänglich sein... und was könnte besser sein, als eine Software, die diese Ergebnisse in der Form einer Freeware demonstriert. In diesem Sinne stellt die Logic Color Shifter in der aktuellen Version 1.0 ein Ergebnis unseres Forschungsprojektes dar.

Ausgangspunkt für eine Änderung des Farbraumes ist immer ein bestehendes Bild. Der Logic Color Shifter liest Bilder im Bitmap (*.bmp), Graphics Interchange Format (*.gif), JPEG-Datei (*.jpg), Portable Network Graphics (*.png), Icon (*.ico), Enhanced Metafile (*.emf) oder Windows Metafile (*.wmf) Format. Nach dem Öffnen wird das Bild in einen HSV Farbraum konvertiert.

Dieser Farbraum kann dann über einen Schieberegler am rechten Fensterrand händisch verändert werden. Dabei wird jeder Pixel einzeln verarbeitet und jeweils in den roten oder blauen Bereich des Spektrums verschoben. Die Verschiebung des Spektrums erfolgt in Schritten, die vom Benutzer selbst bestimmt werden können.

Darüber hinaus kann diese Verschiebung des Farbraums über das gesamte Spektrum animiert und als Video gespeichert werden. Neben der Speicherung als Video erlaubt der Logic Color Shifter auch das Speichern einer Animation als Bildsequenz.

Ein Beispiel für die Anwendung des Logic Color Shifters ist ein mit der Software generiertes Video von Michael Bleyenberg, dass einen Dot Matrix Holoprint für den Entwurf einer Außeninstallation visualisiert:

Dass die Anwendung des Logic Color Shifters nicht nur auf die Simulation von Holoprints beschränkt ist, zeigt die Anwendung der Farbraumverschiebung auf ein Foto einer Arbeit von Annette Hügel (Wanderungen, 2003, Acryl auf Leinwand):

Die komplette Animation können Sie anzeigen, wenn sie auf das Bild klicken.

Download

Sie können den Logic Color Shifter über unsere Web-Seite herunterladen. Da es sich um eine Freeware handelt, verzichten wir ausdrücklich auf die Angabe Ihres Namens, Ihrer E-Mail-Adresse, usw. als Voraussetzung für den Download. Diese Anonymität ist jedoch mitnichten so zu deuten, dass wir von Ihnen bloß nichts wissen wollen - ganz im Gegenteil! Wir freuen uns über jede Rückmeldung, jeden Fehler, auf den Sie uns mit der Nase drücken, und natürlich jede Form des Kommentars, der Anregung und Diskussion.

Logic Color Shifter, Version 1.0.3.0

 133 KB

Programm und Hilfe als Zip-Archiv, benötigt einen Entpacker wie z.B. Winzip

Logic Color Shifter 1.0.3.0

 309 KB

Anleitung zu Logic Color Shifter im PDF-Format, benötigt einen Reader, wie z.B. den Adobe Reader.

Logic Color Shifter Setup, Version 1.0.3.0

 330 KB

Windows Installer Version als Zip-Archiv, benötigt einen Entpacker wie z.B. Winzip

Logic Color Shifter Setup, Version 1.0.3.0

 392 KB

Windows Installer Version als selbstextrahierendes Zip-Archiv

zusätzliche Downloads:

Winzip

 

Entpacker für Zip-Archive

Microsoft Download Center

 

.NET Framework Version 1.1 Redistributable Package

Adobe Reader

 

Reader für PDF-Dokumente

DivXNetworks

 

DivX Video Kompressor

Die Logic Color Shifter kann von Ihnen unentgeltlich genutzt werden, solange Sie möchten und sich an unsere Lizenzbedingungen für diese Software halten. Weitere Informationen zur Arbeitsweise und Installation finden Sie auch in der Anleitung zum Logic Color Shifter.

Ihre Unterstützung

Bei unserem Color Shifter Projekt handelt es sich um pure Grundlagenforschung ohne kommerziellen Hintergrund. Trotzdem entstehen uns natürlich Kosten durch die Bereitstellung der Software auf unseren Servern, Lizenzgebühren für Entwicklungstools und verwendete Komponenten, und natürlich durch die Blumen für unsere vernachlässigten Ehefrauen... Daher sind wir auf Ihre tatkräftige Mithilfe bei der Weiterentwicklung des Projektes angewiesen. Aus diesem Grund bitten wir Sie, falls Sie unser Projekt und seine Ergebnisse interessant finden und uns bei der Weiterentwicklung helfen möchten, um eine Spende. Wenn Sie an einer Spende interessiert sind, schicken Sie uns einfach eine E-Mail an info@logiclink.de, Stichwort: Logic Color Shifter.

Weitere Informationen

Softwareentwicklung >>


Veröffentlicht am 06.05.2004

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