Cloud Computing: Azure mit SQL Server, Blob Storage und Cosmos DB

Cloud Computing ist der boomende IT-Trend der letzten Jahre. Im Vergleich zu einer On Premise Infrastruktur in den eigenen Räumen werden hier weder Anschaffungs- und Betriebskosten für Server, Internetverbindungen, Software-Lizenzgebühren und Personalkosten fällig. Die Infrastruktur wird einfach in einem oder mehreren Cloud Rechenzentren je nach Bedarf gemietet.

Azure CloudDurch die weltweite Verteilung und Hochverfügbarkeit von Microsoft Azure und Amazon AWS mit ihrer performanten Anbindung an Internet-Backbones können globale Lösungen mit Millionen von Nutzern betrieben werden. Für kleinere Anwendungen reicht meist schon ein Mietserver bei einem Internet-Provider.

Ein weiterer Vorteil des Cloud Computing ist die Flexibilität, mit der sich Rechenleistung, Speicherplatz und Funktionen hinzubuchen und wieder kündigen lassen. Dadurch lassen sich Leistungsspitzen sehr einfach abfedern und es wird nur für die tatsächlich genutzte Rechenleistung und Speicherplatz gezahlt.

Azure SQL Datenbank und Server

Microsoft bietet als relationale Datenbank den SQL Server einmal als virtuellen Server und einmal als verwaltete Instanz an. Beide kommen dann zum Einsatz, wenn eine relationale Datenbank benötigt wird. Da Microsoft Azure SQL Datenbank und Microsoft Azure SQL Server sich in wesentlichen Punkten nicht von lokalen SQL Server Instanzen unterscheiden, lassen sich bestehende lokale Unternehmensanwendungen einfach in die Cloud portieren. Mittlerweile sind mit dem Microsoft SQL Server sogar hybride Architekturen möglich, die einzelne Tabellen in die Azure Cloud auslagern.

Azure Blob Storage

Der Blob Storage speichert unstrukturierte Daten, wie Bilder, Videos, Audiodaten und Dokumente als binäre Blöcke. Das Speichersystem ist deutlich günstiger und performanter als eine SQL Server Instanz. Durch die Spezialisierung auf Blöcke skaliert das System bis in den Exabytebereich und kann durch Georedundanz Daten sehr schnell an die betreffenden Clients liefern.

Azure Cosmos DB

Bei der Cosmos DB handelt es sich um einen global verteilter Datenbankdienst mit der Unterstützung mehrerer Datenmodelle. Sie ist der Nachfolger des Azure Table Storage Speichersystems. Der Zugriff erfolgt über die NoSQL APIs von Azure Table Storage, MongoDB, Cassandra und Gremlin oder über ein SQL API.
Azure Table Storage und Cosmos DB können z.B. zur Datenerfassung von IoT Geräten eingesetzt werden, da die beiden Datenbankdienste sehr gut skalieren und günstigen Speicherplatz zur Verfügung stellen.

Die verschiedenen Datenbankdienst beschreiben nur einen kleinen Teil der Azure Funktionalität. Dazu kommen noch virtuelle Server, Docker Containerdienste und virtuelle Netzwerke mit verschiedensten Betriebssystemen. Hier können Webseiten und Webservices betrieben und skaliert werden. Ein neuer Trend ist die serverlose Architektur der Azure Functions, die Berechnungen ereignisbasiert ohne Server sehr günstig und performant ausführt.

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